Nur LCD´s von Opel zu sammeln, wird langsam langweilig :). Jetzt haben wir Ende August 2004 und ich werde anfangen alles mögliche Digitale von Opel (aber auch Tachos von anderen Marken) zu sammeln. Zu jedem Teil wird es eine Beschreibung geben und einiges wird sich sicherlich auch wieder dem Blauumbau hingeben müssen.

Ich werde hier zum Anfang ein paar kleinere Daten bekannt geben und diese Beschreibungen natürlich im Laufe der Zeit noch erweitern. Auf Fehler werde ich auch gerne Aufmerksam gemacht.

Bordcomputer Senator A2  / Monza A2:

Hier haben wir den Bordcomputer vom Senator A2 und Monza A2. Mit diesen Modellen ist der Bordcomputer erstmals verbaut. Da die Bauteile früher noch recht groß waren, ist dies auch eine Langversion vom BC :). Die Funktionen sind eigentlich die gleichen, wie wir sie von den BC´s Omega A/Senator B kennen. Lediglich die Uhrzeit bleibt während der Zündung und Fahrt verborgen. Diese wird erst nach dem Ausschalten der Zündung oben im Display angezeigt. Man kann aber auch die Uhrzeit durch die Funktionswahltaste anzeigen lassen.

Die beiden kleinen Knöpfe unten sind für die Einstellung von Stunden und Minuten der Uhrzeit. Seitlich unterm Leuchtmittel gibt es noch einen Schalter mit den Stellungen “S” und “M”. Dieser dient zur Umschaltung des Tankinhaltes bei Monza bzw. Senator. Der Monza  hatte einem 70 Liter Tank und der Senator einen 75 Liter Tank. Zur Reichweitenberechnung musste der Schalter richtig gestellt sein. (Infos: H.Holly / Opel Freunde Wilder Hausruck)

Die Beleuchtung des BC´s ist auch eher dürftig, da das Leuchtmittel nur die Display-Platine von hinten anleuchtet unjd damit das meiste Licht klaut. Hier werde ich demnächst wieder ein bisschen rumlöten, aber mit weisser Beleuchtung.

Bordcomputer Omega A / Senator B

Der Bordcomputer vom Omega A / Senator B ist schon wesentlich kompakter. Auch das Display ist größer als beim Senator A und ein extra Feld für die Uhrzeit. Die Belegung des 26 poligen Steckers ist eigentlich identisch mit dem vom Senator A. Nur hier kommen zusätzlich noch Kabel vom Schalter an.

Hinten im Bordcomputer sitzt austauschbar der Programmchip. Je nach Modell muss der passende Chip rein, da sonst fehlerhafte Verbrauchstwerte, Reichweitenanzeige,.. angezeigt werden.

Die Beleuchtung ist hier schon besser. Seitlich sitzt eine Leuchte, die mit Hilfe eines Plexiglases das Licht gut verteilt. Man kann diesen BC auch wunderbar invertieren (passt das gut zum LCD).

Es gibt bis auf Zeittechnische Änderungen nur 2 Arten des Bordcomputers. Bis Baujahr 89 und ab Baujahr 89. Der BC bis BJ hat zum einen noch 4 Platinen (+ Displayplatine) und der neue nur noch 2. Die Bauteile sind halt kleiner geworden.

Hier sieht man die Hauptplatinen im Unterschied. Der BC bis BJ ist nicht Diagnosefähig da dieser keine serielle Schnittstelle hat. Nur der BC ab BJ lässt sich auch abgleichen mit dem Opel Tech1. Wenn man jetzt nun serienmässig die neue Bauart im Auto hat und einen anderen einsetzt, der bis Baujahr ist, kann es zu Fehlermeldungen kommen. Z.B. sehr hoher Momentanverbrauch, viel zu hohe Aussentemperatur usw. Das kommt daher, das der alte BC nicht mit der Massebrücke am Diagnosestecker zurechtkommt. In diesem Fall sollte die Brücke entfernt werden.

Rein Äusserlich unterscheiden sich die beiden Bauarten kaum. Aber wenn man auf die Klammern schaut, sieht man den Unterschied.

Vielen ist bestimmt schon der Drehpoti an der Seite aufgefallen und viele meinen, das dieser für eine z.B. Reichweitenkorrektur oder Tankabgleich ist. Aber dafür ist es nicht. Es dient für die Zeitkorrektur. Hiermit kann man die Zeit korrigieren, wenn der Bordcomputer, bzw. dessen Uhrzeit größere Abweichungen im Voreilen oder Zurückeilen hat. .

Renault-Twingo Digitaltacho

Von diesem Modell gibt es drei verschiedene Varianten. Die ersten unterscheiden sich in Punkto der Beleuchtung. Die erste Reihe wird von 3 Leuchtmitteln beleuchtet und die nächste nur mit 2. Auch unterschiede in der Ansicht der Tankanzeige gibt es. Die ersten zeigen den Tankinhalt mit kleinen Kreisen und die neueren mit Strichen.

Das Display zeigt folgende feste Funktionen: Die Geschwindigkeit und den Tankinhalt. Oben rechts, wo die Uhrzeit angezeigt wird, kann man mittels seperaten Schalter noch umschalten auf die Tageskilometer und Gesamtkilometer.

Die Uhrzeiteinstellung erfolgt an den beiden kleinen Knöpfen rechts neben dem Display.

Der Aufbau des Tacho´s ist relativ primitiv und auch schnell auseinander gebaut. Bis auf 2 Torx-Schrauben ist der Rest nur geklammert.

Im Tacho selber sitzt noch links neben dem Display ein Warnsummer für das Licht bei Zündung aus.

DID Astra F und Corsa B

Das DID (Dual Info Display) aus dem Astra F bzw. Corsa B kann, wie der Name schon sagt, 2 Informationen gleichzeitig anzeigen. Ingesamt sind es aber 3. Rechts wird die Uhrzeit dauernt angezeigt. Links wird bei ausgeschalteten Radio das Datum angezeigt und beim eingeschalteten Radio die Sendernamen und Senderinfos.

Wird die Zündung ausgeschaltet, so geht die Hintergrundbeleuchtung aus und die Ziffern sind schwer zu erkennen, aber das Display zeigt weiterhin an. Bei eingeschalteter Zündung und Licht, wird die Hintergrundbeleuchtung gedimmt.

Manche haben das Problem, das bei Nachrüstung eines anderen Radios, bei eingeschaltenen Radio die Datumsanzeige verschwindet und der linke Teil im Display ausser Betrieb ist, wenn die Zündung an ist. Hierzu kann man das Kabel am PIN 11 vom Stecker trennen und die Datumsanzeige leuchtet dauernd.

Fiat Tipo Digitaltacho

Der FIAT TIPO Tacho in digitaler Version. Ist schon ein Monstrum :) , ganze 65 cm lang:

Der Aufbau besteht aus zwei Reihen. In der oberen Reihe von links angefangen ist die Gesamt- bzw. Tageskilometeranzeige, welche mittels einer Taste auf der linken Seite umgeschaltet wird. Dann folgt die Geschwindigkeitanzeige, die Tankanzeige und die Temperaturanzeige. Das sind dann die oberen Anzeigen direkt vor den Fahrer. Rechts oben kommt dann noch die Anzeige für´s wirtschaftliche fahren (Econometer) und ganz aussen schließlich noch die Uhrzeit.

In der unteren Reihe von links angefangen sind die Kontrolleuchten für Fernlicht, Handbremse, Blinker usw. Wieder direkt im Blickfeld des Fahres ist dann der Drehzahlmesser bis 8000 Touren, wobei der Rote Bereich schon ab 5800 beginnt. Rechts unten gibt es dann noch die “Electronic check”. Hier wird signalisiert, wenn z.B. eine Beleuchtung ausfällt (wobei mir auch gefällt, das dort die Kennzeichenleuchte überwacht wird) oder auch nicht richtig geschlossene Türen werden angezeigt.

Das war es erstmal. Weitere Infos muss ich noch ergänzen und eine Innenansicht wird es auch noch geben, wenn er in Blau umbebaut wird.

Renault Espace LCD

Das Renault Espace LCD ist schon etwas moderner und die Bauart gefällt mir sehr gut. Leider bin ich noch nicht ganz hinter der Technik gekommen. Dieses LCD arbeitet schon mit dem “Bus-System”. Ansteuern konnte ich die Segmente, bzw. Leuchten, nur an den jeweiligen IC´s selber. Der IC mit der Nummer 1 steuert die Leuchten auf der rechten Seite und der mit der Nummer 2 die linken. Der große links im Bild ist Hauptsächlich für´s Grafikdisplay (viereckige Feld) und der rechts aussen ist für den Tacho selber.

Informationen bekommt man genug. Eigentlich alles ausser Drehzahl. Ansonsten sind darin enthalten: Tacho, Tages- und Gesamtkilometer, Tank/Temperaturanzeige, Radio und Bordcomputer. Als Bordcomputer dient das Grafikdisplay rechts im Tacho. Hier gibt in Informationen über z.B. Uhrzeit, Defekte und die Aussentemperatur.

Der blaue Steckontakt hat 12 Anschlüsse. 3 davon sind Masse und die restlichen dienen für den Tacho und die ganzen Leuchten (halt Bus-System). Der 6 polige schwarze dient für die Radioanzeige.

Fiat UNO LCD

Für den Fiat Uno gibt es 2 Ausführungen des LCD-Tachos. Links ist das normale LCD zu sehen und rechts die Turbo Ausführung. Wie man sieht, hat das Turbo LCD zusätzliche Anzeigen (Öldruck, Öltemperatur und Ladedruckanzeige). Dieses LCD ist mit der Technik von Innen vergleichbar mit einem LCD von Opel. Die LCD-Scheiben sind normal matt beschichtet, aber an dem Turbo LCD habe ich die Schicht entfernt. Die eigendliche Bauart finde ich sehr gut, deswegen sind Segmentausfälle normal nie ein Problem.

Die hintere Ansicht. Der Tacho selber wird noch über eine Welle angetrieben. Die Erzeugung des Wegstreckensignals wird im Inneren durch einen Implusgeber erzeugt (3 Kabel rechts: schwarz/rot/weiß).

Obwohl die LCD-Anzeigen Hintergrundbeleuchtet sind, wird der Tacho selber nochmals von vorne mit 2 grünen Leuchtmitteln beleuchtet. Somit bleiben die Segmente in gelb und die Beschriftungen schimmern grünlich. Die 2 Leuchtmittel für die Beschriftung werden in der Mitte abgegriffen (2 blaue Kabel). Halt das gleiche Prinzip mit der Fassung, so wie ich es bei meiner Beleuchtung auch mache.

Ganz links zu sehen sind unter dem Blech 2 Keramikwiderstände.

Eine Nahaufnahme der Anzeigen für Tank, Wassertemperatur, Öldruck und Öltemperatur.

Zum Schluß noch ein Blick im inneren des LCD´s.

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